Blog post

Tapezieren leichtgemacht – Anleitung, Tipps & Tricks

Tapeten zieren eine Vielzahl der Wände in deutschen Haushalten. Es gibt sie in den wildesten Dekoren (in verschiedenen Farben, Mustern etc.) und so findet man für jedes Zimmer die passende Tapete. Das Tapezieren galt lange Zeit als aufwändig und kompliziert, was sich jedoch besonders mit der Einführung der Vliestapete grundlegend gewandelt hat.

Bevor es ans Tapezieren geht, sollte sicher gestellt sein, dass alle Materialien bereitliegen, die benötigt werden. Sicherstellen können Sie dies mit unserer Checkliste tapezieren der Berechnung des Rollenverbrauchs beim Tapezieren.

Tapezieren – die richtige Vorbereitung

Anleitung tapezieren - Tapeten entfernenDer erste Schritt eines jeden Tapezier-Projekts sind saubere und trockene Wände. Alte Tapeten können mithilfe eines Tapetenablösers und einem Spachtel abgelöst werden. Löcher und Risse im Putz sowie Farbunterschiede sollten im Voraus ausgeglichen werden. Für die optimale Vorbereitung sollte die Wand noch mit einer entsprechenden Grundierung vorgestrichen werden. Dann steht dem Tapetenwechsel nichts mehr im Weg.

Als Grundmaterial zum Tapezieren wird in jedem Fall folgendes benötigt:

  • ein Maßband oder ein Zollstock,
  • eine Tapezierschere oder ein Cutter mit Beschneidelineal,
  • ein Tapeziertisch,
  • eine Wasserwaage oder ein Lot an einer Schnur
  • ein Quast oder eine Kleisterrolle,
  • eine Tapezierbürste,
  • ein Nahtroller
  • der entsprechende Kleister

Anleitung Papier- und Vinyltapeten tapezieren

Bei Papiertapeten oder Vinyltapeten beginnt man mit dem Ausmessen der Wandhöhe des Raums. Wichtig ist, dass das Maß plus einige Zentimeter auf den Tapeziertisch übertragen wird, damit die Abschlüsse gelingen. Hat die Tapete ein Muster, muss hier auf eventuelle Rapporthöhe und den entsprechenden Versatz geachtet werden. Diese Information finden Sie auf dem Tapeteneinleger.

Beginnen Sie mit dem Tapezieren in einer Raumecke nahe des Fensters, so wird „mit dem Licht“ tapeziert. Die erste Bahn ist hier ausschlaggebend, denn ist diese schief angebracht, werden alle anderen Bahnen ebenso schief angebracht. Am besten ziehen Sie sich mithilfe eines Lineals mit Wasserwaage oder eines Lots an einer Schnur eine senkrechte Hilfslinie an der Wand.

Sind alle Vorbereitungen getroffen und der Kleister angerührt, können die Tapetenbahnen zugeschnitten und eingekleistert werden. Bei Papier- und Vinyltapeten ist es wichtig, dass der Kleister ca. 5 Minuten einwirken kann, bevor die Tapete an die Wand gebracht wird. Man sollte diese Einweichzeit nicht weit überschreiten, damit die Tapete ihre Form behält. Weichen die Tapeten zu lange ein, kann das zu unschönen Ausdehnungen und Fugen zwischen den getrockneten Bahnen führen.

Tapezieren AnleitungDer Kleister wird mit dem Quast auf die Tapete aufgebracht, die dann zusammengelegt wird. Hierbei werden einfach die beiden Enden zur Mitte hin umgeklappt, sodass die eingekleisterte Seite auf die eingekleisterte Seite trifft.

Beim Anbringen sollten Sie die Kante der Tapete nicht direkt an den Übergang zwischen Wand und Decke kleben, da Räume selten ganz gerade sind. Kleben Sie einfach 2 bis 3 Zentimeter an die Decke, die Sie nach Befestigung der Tapetenbahnen im feuchten Zustand passend abschneiden. Der Rest der zusammengelegten Tapete kann dann ausgeklappt und an die Wand gebracht und im Anschluss mit einer Tapezierbürste angedrückt werden. Dazu einfach von der Mitte nach außen streichen.

Tapezieren Anleitung - Tapeten zuschneidenHaben Sie oben und unten Abstände gelassen, können Sie diese jetzt abschneiden. Um zu sehen, wie Sie schneiden müssen, drücken Sie die Tapete einfach am Übergang zwischen Wand und Boden oder Decke fest an. So entsteht eine Markierung, an der Sie problemlos entlangschneiden können, wenn Sie die noch feuchte Tapete leicht von der Wand lösen. Wichtig ist, dass die Tapete noch nicht angetrocknet ist.

Für den perfekten Abschluss, sollten Sie nun noch die Kanten mit einem Nahtroller andrücken und überschüssigen Kleister mit einem sauberen Tuch abwischen. Für eine einfache und besonders glatte Kante am unteren Rand sollte unbedingt die Fußleiste vor dem Tapezieren abgenommen werden. Die Fußleiste kann anschließend ganz einfach wieder über den getrockneten Tapeten angebracht werden.

Wichtig ist außerdem, dass die Tapeten nicht zu schnell trocknen. Deshalb sollte der Raum nicht stark geheizt und auch Zugluft sollte vermieden werden.

Der Unterschied zu Vliestapeten

Tapezieren Anleitung - VinyltapetenDie Vliestapete ist leicht zu verarbeiten, formstabil und auch leicht wieder ablösbar. Das Tapezieren von Vliestapeten unterscheidet sich nur von dem der Papier- und Vinyltapeten, wenn nicht die Tapete, sondern die Wand eingekleistert wird. Dieser Vorgang ist sehr zeitsparend und man benötigt nicht zwingend einen Tapeziertisch. Auch sind Vliestapeten problemlos im Nassbereich einsetzbar. Selbst kleine Risse in der Wand können mit Vliestapeten kaschiert werden.

Beim Tapezieren einer Vliestapete ist ein farblich einheitlicher Untergrund sehr wichtig, da Farbunterschiede des Untergrunds sonst durchschimmern. Hierfür gibt es eine weiße Tapetengrundierung, die bei Bedarf aber auch eingefärbt werden kann.

Nachdem die Hilfslinie an der Wand gezogen wurde, kann hier der Vliestapetenkleister mit einer Kleisterrolle auf die Wand aufgebracht werden. Dieses Verfahren ist möglich, da Vliestapeten keine Einweichzeit brauchen. Sie können die Vliestapete direkt von der Rolle in das Kleisterbett drücken. Legen Sie die Bahn dazu oben genau an der Deckenkante an. Sollte die Decke leicht schief sein, geben Sie oben etwas Tapete zu, die sie später abschneiden.

Alternativ können Sie die Tapete aber auch mit einer Deckenbürste (Quast) einkleistern. Zu beachten ist hier nur: Vliestapeten müssen nicht einweichen! Also Bahnen einkleistern und direkt an die Wand bringen. Wenn die Tapete ein Muster hat, muss auch hier, wie bei der Papier- oder Vinyltapete, auf die eventuelle Rapporthöhe und den entsprechenden Versatz geachtet werden.

Danach sind die Schritte die gleichen, wie bei einer Papier- oder Vinyltapete. Die Bahn wird mithilfe einer Tapezierbürste oder Gummirolle von innen nach außen angedrückt, um Bläschen unter der Tapete zu vermeiden. Dann wird die nächste Bahn passgenau neben der ersten Bahn angesetzt und im gleichen Prinzip angebracht. Zum Abschluss werden die Übergänge mit dem Nahtroller angedrückt und die überschüssige Tapete oben und unten mit einer Tapetenschere oder einem Cutter abgeschnitten.

Wie tapeziere ich meine Decke?

Eine Decke kann nach dem gleichen Prinzip wie eine Wand tapeziert werden – allerdings sollte man sich für das Tapezieren einer Decke Hilfe holen, weil es zu zweit doch um einiges praktischer ist.

Vliestapeten machen das Leben also um einiges einfacher, besonders, wenn man nicht über einen Tapeziertisch verfügt. Prinzipiell gibt es aber keine großen Unterschiede, wenn es ums Tapezieren geht. Wichtig sind ein gut vorbereiteter Untergrund, der richtige Kleister und ein wenig Geduld.

Das könnten Sie auch mögen:

Das tedox Redaktionsteam setzt sich aus Mitarbeitern des Unternehmens zusammen. Die Mitarbeiter stammen aus unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens, um bei jedem einzelnen Beitrag von Hintergrundwissen zum Thema profitieren zu können.

Älterer Beitrag

Neuer Beitrag

Lassen Sie uns einen Kommentar da!

Hier finden Sie unsere Kommentar-Richtlinien.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert