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Leuchtmittel und ihre Eigenschaften - Lumen, Kelvin & Watt

Leuchtmittel und ihre Eigenschaften - Lumen, Kelvin & Watt

Die Glühbirne hat längst ausgedient. Dennoch bestimmt sie immer noch, wie viele Menschen über Leuchtmittel denken. Anhand der Wattzahl konnten die Lichteigenschaften einer Glühbirne gut abgeschätzt werden. Lumen oder Kelvin waren damals nicht so wichtig. Heute finden Sie bei tedox eine Vielzahl an energiesparenden LEDs mit ganz unterschiedlichen Lichteigenschaften.

Frühere Glühbirnen hatten häufig 60 Watt. Doch nur ein kleiner Teil der verbrauchten Energie wurde als Licht abgegeben. Vielmehr heizten die Glühbirnen im Sommer und Winter die Räume auf. Moderne LEDs erzeugen die gleiche Lichtleistung mit ca. 7,5 Watt und sind dementsprechend energiesparender. Außerdem sind LEDs langlebiger.

Statt die Helligkeit anhand der Wattzahl abzuschätzen, können Sie sich gut an der Einheit Lumen orientieren. Der Zusammenhang von Leistung und Helligkeit ist bei heutigen Leuchtmitteln nicht mehr gegeben.

Die klassischen Glühbirnen waren immer warmweiß. Moderne LEDs werden dagegen in einem breiten Spektrum an Lichtfarben angeboten. Dadurch ist es möglich, die Arbeitsplatte in der Küche mit kaltweißem Licht zu bestrahlen und Farben sowie Kontraste besser wahrzunehmen.

In diesem Beitrag werden die wichtigsten Lichteigenschaften erläutert und es wird die Frage beantwortet, welche Helligkeit und Lichtfarbe für die Räume Ihres Zuhauses geeignet ist.

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Kelvin – Die Wahl der richtigen Lichtfarbe

Die Lichtfarbe eines Leuchtmittels wird in Kelvin angegeben. Je niedriger der Kelvin-Wert, desto rötlicher wird das Licht, da der Anteil an blau leuchtenden Frequenzen abnimmt. Blaue Farbtöne empfinden Menschen als kalt, gelbe oder rote Töne dagegen als warm. Daher wird auch von Farbtemperatur gesprochen und die Lichtfarbe in Warmweiß, Kaltweiß oder Tageslichtweiß unterteilt.

Warmweiß - 2700 bis 3300 Kelvin

Wählen Sie die passende Lichtfarbe

Wählen Sie die passende Lichtfarbe.

Durch einen hohen Rot- und Gelbanteil empfinden viele Menschen warmweiß als wohnlich, entspannend und gemütlich.

Kaltweiß - 3300 bis 5300 Kelvin

Kaltweiß oder auch Neutralweiß genannt, besitzt einen höheren Blauanteil und weniger Rot. Dadurch wirkt die Lichtfarbe kühler als warmweiß. Kontraste werden deutlicher hervorgehoben, wodurch Details besser sichtbar sind. Da Kaltweiß anregend wirkt und dabei Sachlichkeit ausstrahlt, ist es besonders gut geeignet für Räume in denen sich Menschen konzentrieren.

Tageslichtweiß - mehr als 5300 Kelvin

Tageslichtweiß ähnelt den natürlichen Lichtverhältnissen. Farben werden möglichst realitätsnah und kontrastreich wiedergegeben. Nutzen Sie es in Räumen, in denen Sie die Konzentrationsfähigkeit und das Leistungsvermögen steigern wollen.

Lumen – So viel Lumen brauchen Sie

Die Helligkeit eines Leuchtmittels bestimmt wesentlich, wie Sie Räume nutzen und welche Stimmung erzeugt wird. Beim Kauf einer LEDs können Sie sich nicht an der Wattzahl zur Bestimmung der Helligkeit orientieren. Auf der Verpackung wird stattdessen der Lichtstrom in Lumen (lm) angegeben. Eine Einheit, die den Vergleich zwischen technisch unterschiedlichen Lampen, wie bspw. LEDs und Halogenlampen, ermöglicht.

Dennoch werden Sie häufig auf den Verpackungen die Wattzahl einer entsprechend hellen Glühlampe finden. Hersteller bieten diese Angabe weiterhin als Orientierungshilfe an.

Den Verbrauch eines Leuchtmittels können Sie verlässlich mithilfe des EU-Energielabels einschätzen.

▶️ Mehr Wissen? Lesen Sie unseren Beitrag zum neuen EU-Energielabel, das seit dem 01. September 2021 auch für Leuchtmittel gilt.

Watt und Lumen im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen

Watt und Lumen im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen.

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Welche Helligkeit und welche Lichtfarbe eignen sich für welchen Raum?

Neben den Angaben von Lumen und Kelvin gibt es weitere Kriterien, die Sie bei Ihrer Kaufentscheidung beachten sollten:

  • Anwendungsbereich der Leuchte: Es wird unterschieden zwischen einer Grundbeleuchtung, die einen Raum gleichmäßig erhellt, und einer ergänzenden Zusatzbeleuchtung.
  • Raumgröße: Es macht einen Unterschied, ob die Leuchte einen Raum mit 10 oder 40 m² ausleuchten soll. Daher wird die Helligkeit in der folgenden Tabelle als Lumen pro m² angegeben.
  • Farbe der Einrichtung: Bei einer dunklen Einrichtung wählen Sie am besten etwas höhere Werte, da das Licht gedämpft wird. Dementsprechend sollten Sie bei hellen Möbeln und weißen Wänden zu Leuchtmitteln mit niedrigeren Werten greifen.

Die Frage nach der idealen Lichtfarbe und Helligkeit lässt sich nicht pauschal beantworten, da jeder Mensch Licht anders wahrnimmt. Dennoch finden Sie im Folgenden grobe Erfahrungswerte, an denen Sie sich bei Ihrem nächsten Einkauf orientieren können:

Flur: Für einen freundlichen Empfang werden warmweiße bis kaltweiße Leuchtmittel mit 3000 bis 4000 Kelvin und 100 bis 150 Lumen pro m² eingesetzt. Das Licht soll Wohnlichkeit ausstrahlen und gleichzeitig den Raum gut ausleuchten.

Treppenaufgang: Verhindern Sie Stürze mit einer hellen Beleuchtung. Kaltweißes Licht mit 3300 bis 5300 Kelvin und einer Helligkeit von 250 bis 300 Lumen pro m² ist eine gute Mischung aus wohnlichem und neutralem Licht. Je verwinkelter ein Aufgang ist, desto heller sollten Sie die Stufen beleuchten.

Küche: Besonders die Arbeitsfläche muss in der Küche gut ausgeleuchtet werden. Wählen Sie dafür ein Kaltweiß ab 3300 Kelvin mit einer Helligkeit bis 300 Lumen pro m² aus. Nutzen Sie mehrere Lichtquellen, wie bspw. Spots, zur Ausleuchtung der Arbeitsplatte. Die Deckenleuchte kann dagegen mit weniger Kelvin und Lumen den Raum wärmer wirken lassen.

▶️ Mehr wissen? Lesen Sie auch unseren Blogbeitrag „Küchenbeleuchtung: Ideen & Tipps für perfektes Licht“ für mehr Inspiration.

Wohnzimmer: Wohlfühlambiente schaffen Sie mit einer warmen Lichtfarbe und gedimmten Helligkeit. Warmweißes Licht mit 2700 bis 3300 Kelvin und 100 bis 150 Lumen pro m² als Grundbeleuchtung wirken auf uns Menschen entspannend. Bei dunklen Möbeln empfehlen wir etwas höhere Werte, da das Licht gedämpft wird. Helleres Licht zum Lesen können Sie mit einer Stehlampe oder Tischleuchte erzeugen. Flexibel sind Sie mit dimmbaren Lampen.

Esszimmer/Esstisch: Eine Pendelleuchte über dem Esstisch erzeugt ein angenehmes Zonenlicht, in dessen gedämpften Streulicht die Personen angenehm sitzen. Hängen Sie die Leuchte ca. 60 cm über der Tischplatte auf, damit sich die Personen sehen können und nicht geblendet werden. Wählen Sie Leuchtmittel mit warmweißen 2700 bis 3300 Kelvin und bis zu 700 Lumen pro m². Weitere Lampen für mehr Behaglichkeit sollten 100 bis 150 Lumen pro m² haben.

Badezimmer: Wählen Sie eine Kombination aus einer Deckenleuchte als Grundbeleuchtung und Spiegelleuchten als Zusatzbeleuchtung für ausreichend Helligkeit vor dem Badezimmerspiegel. Zum Schminken und Rasieren eignet sich ein Leuchtmittel mit 3300-5300 Kelvin und einer Helligkeit von 250 bis 300 Lumen pro m². Das Deckenlicht muss nicht ganz so hell sein und kann einen höheren Rotanteil haben, damit Ihr Bad nicht zu kühl wirkt.

Gäste WC: Ähnlich wie im Badezimmer sollten Sie auf ein kaltweißes Leuchtmittel mit 3300-5300 Kelvin und einer Helligkeit von 250 bis 300 Lumen pro m² setzen. Das Licht ist hell genug, damit sich Ihre Gäste gut im Spiegel sehen können.

Arbeitszimmer: Beim produktiven Arbeiten im Homeoffice wollen Sie ein Licht, das Ihre Konzentration fördert und angenehm für die Augen ist. Wählen Sie dazu Leuchtmittel mit 250 bis 300 Lumen pro m² und einer Farbtemperatur von 3300 bis 5300 Kelvin. Die gerichtete Zusatzbeleuchtung einer Schreibtischlampe sorgt für die perfekte Ausleuchtung des Schreibtisches.

Schlafzimmer: Für Behaglichkeit und Entspannung sorgt eine geringe Grundbeleuchtung von 100 bis 150 Lumen pro m² und ein warmweißes Licht mit 2700 bis 3300 Kelvin. Außerdem können Sie ein helleres Leselicht und eine gezielte Beleuchtung für Ihren Kleiderschrank installieren.

Kinderzimmer: Zum einen soll die Beleuchtung zum Spielen einladen und zum anderen abends beim Schlafengehen Wärme und Geborgenheit ausstrahlen. Ein Dimmer kann dafür ein guter Kompromiss sein. Wählen Sie ein warmweißes Licht mit 2700 bis 3000 Kelvin und einer Helligkeit von 100 bis 150 Lumen pro m².

Lagerraum: Wenn Sie nur kurz etwas aus der Abstellkammer holen wollen, benötigen Sie ein helles und kühles Licht. Kaufen Sie ein Leuchtmittel mit wenigstens 3300 Kelvin und einer Helligkeit mit mindestens 700 Lumen pro m². Durch die hohe Helligkeit können Sie auch einwandfrei Etiketten lesen.

Hobbykeller: Welches Leuchtmittel für Sie infrage kommt hängt unmittelbar mit der gewünschten Nutzung zusammen. Einen Hobbyraum leuchten Sie eher wie ein gemütliches Wohnzimmer aus. Auch wenn Sie Ihren Keller als Abstellfläche nutzen, benötigen Sie kein allzu helles Licht. Wir raten dann zu einem Leuchtmittel mit 2000 bis 3000 Kelvin und 100 bis 150 Lumen pro m².

Zimmer Kelvin Lichtfarbe Helligkeit -
Lumen pro m²
Wirkung
Flur 3000-4000 Warmweiß bis Kaltweiß 100-150 Wohnlich, einladend
Treppenaufgang 3300-5300 Kaltweiß 250-300 Hell, kontrastreich, ruhig
Küche 3300-5300 Kaltweiß 250-300 Hell, kontrastreich, ruhig
Wohnzimmer 2700-3300 Warmweiß 100-150 Entspannend, gemütlich
Esszimmer 2700-3300 Warmweiß 150-700 Entspannend, gemütlich
Badezimmer 3300-5300 Kaltweiß 250-300 Hell, kontrastreich, ruhig
Gäste-WC 3300-5300 Kaltweiß 250-300 Hell, kontrastreich, ruhig
Arbeitszimmer 3300-5300 Kaltweiß 250-300 Hell, kontrastreich, ruhig
Schlafzimmer 2700-3300 Warmweiß 100-150 Entspannend, gemütlich
Kinderzimmer 2700-3300 Warmweiß 100-150 Entspannend, gemütlich
Lagerraum 3300-5300 Kaltweiß ab 700 Hell, kontrastreich, ruhig
Hobbykeller 2700-3300 Warmweiß 150-300 Entspannend, gemütlich

Schutzklassen von Leuchten und Lampen

▶️ In unserem Beitrag „Die passende Beleuchtung für jeden Raum“ finden Sie einen ausführlichen Ratgeber für Ihren nächsten Leuchtenkauf.

Werden Leuchtmittel in Lampen oder Scheinwerfern durch ein Gehäuse vor äußeren Einflüssen wie Spannung, Nässe, Feuchtigkeit oder Vibrationen geschützt, hat das Gehäuse eine sogenannte Schutzklasse. Was im Übrigen auch für alle anderen Elektrogeräte gilt.

Die Schutzklasse gibt an, wie gut oder stark das Gehäuse das Innenleben, also vor allem das Leuchtmittel, vor den äußeren Einflüssen schützt. Dies sind die sogenannten IP-Schutzklassen oder -Schutzarten. Je höher die Schutzklasse, desto besser schützt das Gehäuse das Innenleben der Lampe oder des Scheinwerfers.

Die Schutzklasse ist jeweils durch den IP-Code gekennzeichnet, der sich aus zwei Ziffern zusammensetzt:

  1. Ziffer des IP-Codes: Wie gut schützt das Gehäuse gegen das Eindringen von Fremdkörpern?
  2. Ziffer des IP-Codes: Wie gut schützt das Gehäuse gegen das Eindringen von Wasser?

So steht die Schutzklasse IP65 als zum Beispiel für ein staubdichtes und gegen Strahlwasser geschütztes Gehäuse. Eine Übersicht der Schutzklassen gibt unsere Tabelle der IP-Schutzklassen:

 1.
Ziffer
Schutz gegen Fremdkörper    2.
Ziffer
Schutz gegen Wasser
    0 nicht geschützt     0 kein besonderer Schutz
    1 Schutz gegen Eindringen von festen Fremdkörpern mit einem Durchmesser > 50 mm     1 Schutz gegen senkrecht tropfendes Wasser
    2 Schutz gegen Eindringen von festen Fremdkörpern mit einem Durchmesser > 12,5 mm     2 geschützt gegen Tropfwasser (unter 15° Abweichung zur Senkrechten)
    3 Schutz gegen Eindringen von festen Fremdkörpern mit einem Durchmesser > 2,5 mm     3 geschützt gegen Sprühwasser (unter 60° Abweichung zur Senkrechten)
    4 Schutz gegen Eindringen von festen Fremdkörpern mit einem Durchmesser > 1 mm     4 Schutz gegen Spritzwasser
    5 staubgeschützt     5 Schutz gegen Strahlwasser
    6 staubdicht     6 Schutz gegen starkes Strahlwasser
        7 Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
        8 Schutz gegen andauerndes Untertauchen

Außerdem unterscheiden sich Leuchtmittel auch im Design. Prominentes Beispiel dafür ist die Edison Lampe, die wie eine Glühbirne um 1900 aussieht.

▶️ Mehr Wissen? Lesen Sie auch unseren Beitrag "Lampe anschließen einfach erklärt – Schritt-für-Schritt-Anleitung".

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