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Richtig streichen – Tipps zum Streichen von Wänden und Decken

Zuletzt geändert: 15. Mai 2018

Richtig streichen? Mit ein paar Tipps und dem richtigen Vorgehen überhaupt kein Problem. Wir zeigen Ihnen, was es von der Vorbereitung bis zum letztendlichen Anstrich zu beachten gilt.

Richtiges Streichen beginnt mit der richtigen Farbauswahl

Die Auswahl des Farbtons obliegt allein dem persönlichen Geschmack. Jedoch können Sie Informationen über die Wirkung einzelner Farben in unserem Beitrag Farbwirkung – Diesen Einfluss haben Ihre Wohnfarben nachlesen. Sollten Sie sich für eine bunte Farbe entscheiden, bestehen zwei Möglichkeiten: Entweder Sie lassen sich diese mischen oder Sie verwenden eine fertig abgetönte Farbe.

Bevor Sie losgehen, um die Farbe zu kaufen, sollten Sie die zu streichenden Flächen ausmessen. In der Regel reichen 10 Liter für ca. 60qm. Beim Streichen von größeren Räumen müssen Sie beim Kauf der Farbe auf die Chargen-Nummern achten. Benötigen Sie mehrere Eimer, müssen die Chargen-Nummern übereinstimmen. Sonst kann es zu leichten Farbabweichungen kommen.

Achtung: Beim Mischen Ihres Wunschfarbtons mit Abtönfarben sollten Sie darauf achten, auf jeden Fall genügend Farbe anzumischen. Denn das Nachmischen eines weiteren Gebindes führt in den seltensten Fällen zum richtigen Ergebnis.

Gute Vorbereitung ist beim Streichen der Schlüssel zum Erfolg

Ist die Farbe gekauft, geht es ans Vorbereiten. Vor dem Streichen müssen die Wände freigeräumt werden – Bilder abnehmen und Schränke vorrücken.

Danach sollten Möbel und der Boden sorgfältig mit Malerabdeckvlies oder Abdeckpapier ausgelegt werden, um Farbspritzer zu vermeiden.

Tipps streichen - Abkleben

Richtiges Abkleben vor dem Streichen

Damit Sie beim Streichen weder ungerade Kanten erhalten oder die Farbe unter dem Klebeband herlaufen kann, sollten Sie unbedingt das richtige Klebeband zum Streichen auswählen: Maler-Krepp.

Maler-Krepp ist flexibel, passt sich in Teilen an die gegebene Oberflächenstruktur an und hat gute Klebeeigenschaften – es lässt sich gut anbringen und vor allem auch gut wieder entfernen, ohne dass dabei die Oberfläche beschädigt wird.

Richtig streichen - Abkleben

An den richtigen Zeitpunkt zum Entfernen des Klebebands denken!

Das Klebeband sollten Sie entfernen, wenn die Farbe noch nicht ganz durchgetrocknet ist, da ansonsten die Farbe an den Übergängen absplittern kann.
Den richtigen Zeitpunkt erkennen Sie daran, dass die Farbe zwar schon matt geworden, aber immer noch leicht feucht ist.

Vor dem Streichen: Beschaffenheit der Wand beachten!

Nach dem Abkleben werden die Wände noch auf Schäden geprüft. Vorhandene Risse oder Dübellöcher können Sie mit einer geeigneten Spachtelmasse ausbessern.

In der Regel können fast alle Untergründe gestrichen werden, z. B. Tapeten, Putz, oder Rigipsplatten. Je nach Beschaffenheit des Untergrunds müssen Sie die Wände allerdings, z. B. mit Tiefgrund, vorbereiten.

Beschädigte Tapeten müssen vor dem Streichen komplett entfernt werden, da diese nach dem Streichen sonst noch zu sehen sind.

Tipp: Alte Farbanstriche prüfen Sie mit einem sogenannten „Klebebandtest“. Bleiben alte Farbreste an Ihrem aufgebrachten Klebeband zurück, müssen Sie die alte Farbschicht abwaschen.

Richtig streichen – das Werkzeug muss stimmen

Ein optimales Streichergebnis zu erzielen, gelingt nur mit dem richtigen Rollen und Pinseln. Hierfür gibt es verschiedenes Werkzeug für grobe und feine Untergründe.

Jetzt kann es mit dem Streichen losgehen

Rühren Sie als erstes die Farbe mit einem Farbrührstab gut um, damit sich die Farbpigmente gleichmäßig in der Farbe verteilen.

Wenn Sie dann mit dem Streichen beginnen, streichen Sie zuerst die Ecken und Kanten mit einem Pinsel vor. Um dann die Flächen zu streichen, sollten Sie die Farbe auf einen Farbroller auftragen und die überflüssige Farbe auf einem Abstreifgitter abstreifen.

Hinweis: Vor dem ersten Einsatz des Farbrollers muss dieser vorbereitet werden: Farbroller anfeuchten und gründlich mit Farbe auf einem sauberen Untergrund, z. B. Pappe, einrollen.

Richtig streichen - Farbe auftragen

Jetzt können Sie die Farbe in gleichmäßigen Bewegungen auf die Wand aufbringen. Um beim Trocknen sichtbare Übergänge zu vermeiden, wird in der Nass-in-Nass-Methode gearbeitet. Das heißt, dass die Farbe in die schon aufgetragene, aber noch nicht getrocknete Farbe, hineingerollt wird. Falls die Ecken oder Ränder noch einmal nachgebessert werden müssen, können Sie diese sehr gut und präzise mit einem Pinsel oder Eckenroller streichen bzw. rollen.

Tipp: Beim Streichen muss darauf geachtet werden, dass die Farbe nicht zu dünn aufgetragen wird, da die Farbe ansonsten nicht decken kann. Häufig resultiert eine zu dünne und damit nicht deckende Farbschicht durch ein zu starkes Verteilen der Farbe mit der Rolle. Die Farbe für ein deckendes Ergebnis also lieber etwas großzügiger auftragen.

Übrigens, ist ein zweiter Anstrich notwendig, muss der erste Anstrich völlig trocken sein.

Viel Vergnügen beim Streichen!

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  • Schnitti33

    12. Oktober 2017 um 13:57

    Das letzte mal Streichen, ging bei mir vollkommen in die Hose. Seitdem organisiere ich nur noch Maler und ich muss sagen, dass Maler ihre Arbeit viel besser können als ich. Ich würde den Versuch auch nicht mehr wagen, seitdem ich weiss, wie gut ein Maler ist und wie gut ich.

    1. tedox Redaktionsteam

      12. Oktober 2017 um 16:20

      Hallo,

      schade, dass das Streichen bei Dir letztes Mal nicht geklappt hat :-/ Natürlich gibt es handwerklich begabtere und unbegabtere Menschen. Wir geben Tipps, wie optimale Streichergebnisse erzielt werden können, mit einem kleinen Händchen zum Handwerken 😉

      Dein tedox-Team.

  • Tribo

    13. Dezember 2017 um 10:19

    Ich kenne auch nur
    a) mehrmals streichen und
    b) dabei mit diesen Abstreichgittern am Eimerrand dafür sorgen, dass die Farbe einigermaßen gleichmäßig auf der Farbrolle verteilt ist.

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