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Laminat verlegen – Anleitung, Tipps und Tricks

Zuletzt geändert: 11. August 2020

Laminat verlegen ist eine der häufigsten Renovierungsarbeiten in den eigenen vier Wänden. Im Gegensatz zu Parkett, müssen Sie fürs Laminatverlegen nicht zwingend einen Fachmann beauftragen. Daher gehört Laminat – ob nun oder  – zu den beliebtesten Bodenbelägen. Wir zeigen, was es an Material und Werkzeugen braucht, erläutern wichtige Vorbereitungsmaßnahmen, verraten worauf beim Verlegen zu achten ist, geben Tipps für „Problemzonen“ und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Checkliste: Werkzeug und Zubehör

Um Laminat fachgerecht zu verlegen, benötigen Sie heute durch entsprechende Klick-Laminat-Varianten kein spezielles Werkzeug mehr. Lediglich folgendes Werkzeug bzw. Zubehör sollte unbedingt griffbereit sein:

  • Verlegekeile Abstandskeile
  • Eine Säge (Kreissäge, Stichsäge oder Handsäge) oder ein Laminatschneider
  • Ein Winkel, ein Zollstock und ein Bleistift

Außerdem brauchen Sie gegebenenfalls noch folgendes Material:

Schlagklotz oder Zugeisen, die man früher für Laminat oder Parkett benötigte, sind heute total überflüssig. Sie können bei ihrer Verwendung das Laminat sogar beschädigen.

Drei Arten Laminat zu verlegen

Es kann grob zwischen drei Möglichkeiten unterschieden werden, wie Sie selbst Laminat verlegen:

  1. Eine leimlose, schnelle Verlegung
  2. Die Klick-Laminat-Verlegung
  3. Die Verlegung mit Leim

Ganz am Anfang des DIY-Projektes steht auch die Frage, welche Laminat-Qualitäten es gibt und sich am besten eignen. Die häufigsten Fragen zum Thema Laminatverlegung, haben wir für Sie in unserem „Laminat FAQ“ zusammengestellt.

Vor dem Verlegen: Die Vorbereitung des Bodens

Grundsätzlich gilt: Der Boden, auf dem Sie das Laminat verlegen wollen, muss absolut sauber, gerade und trocken sein. Beim Ausgleich von Unebenheiten hilft eine entsprechende Unterlage. Diese dient auch der Verbesserung von Geh- und Trittschallwerten.

Wann muss eine Dampfsperre eingebaut werden?

Hersteller empfehlen immer ein Dampfsperre (PE-Folie oder eine Dämmunterlage mit Alubeschichtung) einzubauen, wenn das Laminat auf einem mineralischen Untergrund (zum Beispiel auf Estrich) verbaut wird. Hier kann ansonsten langfristig Feuchtigkeit in das Laminat eindringen, was zum Aufquellen des Bodens führen würde.

Wenn auf Holzunterkonstruktionen verlegt wird, darf prinzipiell keine Dampfsperre eingebaut werden. Ansonsten kann sich Feuchtigkeit ansammeln, was langfristig die Holzunterkonstruktion beschädigt.

Kann man Laminat auf Teppich verlegen?

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Sie Laminat auf Teppichboden verlegen können. Teppich eignet sich jedoch nicht als Untergrund, da er zu stark nachgeben kann und die Klickverbindung so stark belastet. Zudem kann sich im Teppichboden Schimmel bilden, da Feuchtigkeit nicht entweichen kann, sodass durch Verrottung unangenehme Gerüche entstehen können.

Eignen sich Fliesen als Untergrund für Laminat?

Wenn der Fliesenbelag entsprechend gerade ist und den Untergrundanforderungen entspricht, können Sie Laminat auf Fliesen verlegen. Trotzdem empfehlen alle Hersteller eine entsprechende Unterlage, um auch nicht sichtbare Unebenheiten auszugleichen. Zudem wird der Tritt- und Gehschall verbessert.

Darf Laminat auf einer Fußbodenheizung verlegt werden?

Hier kommt es auf die Stärke des Laminats an. Laminatböden bis 10 mm Stärke sind im Normalfall alle für wasserführende Fußbodenheizungen geeignet. Der entsprechende Wärmedurchlass-Wert ist auf den Einlegern an der Ware vermerkt.

Laminat verlegen – was muss ich beachten?

Die richtige Vorbereitung für das Verlegen von Laminat ist entscheidend. Dadurch wird das Verlegen nicht nur einfacher, sondern es erspart auch wertvolle Zeit und macht die nachfolgenden Arbeitsschritte wesentlich stressfreier.

Kann ich mit der Verlegung sofort beginnen?

Nein. Die Laminatdielen sollten sich erst an die Umgebungstemperatur gewöhnt haben. Deshalb bitte die Pakete erst ein bis zwei Tage in den für die Verlegung vorgesehenen Räumen flach aufstapeln. Erst danach mit dem Verlegen beginnen.

Paneele auf Beschädigung prüfen und Anleitung lesen

Vor dem Verlegen sollten Sie jedes einzelne Paneel auf Beschädigungen überprüfen, um generell nur unbeschädigte Dielen zu verbauen. Beschädigungen und die damit zusammenhängenden Gewährleistungsansprüche können Sie nachträglich nämlich nur bedingt geltend machen!

Laminatboden verlegen – Schritt für Schritt-Anleitung

Um Fehler bei der Verlegung zu vermeiden, sollten Sie unbedingt den entsprechenden Einleger der Laminatverpackung gründlich lesen. Jedes Laminat ist anders und hat besondere Anforderungen. Nun an das eigentliche Verlegen des Laminats gehen.

Schritt 1 – Die Laminatunterlage

Laminat verlegen Unterlage

Es empfiehlt sich die Verwendung einer Trittschalldämmung, um Lärm zu reduzieren. Hierfür kann zum Beispiel eine PE-Schaumfolie genutzt werden.

Bevor Sie also das Laminat verlegen, vergewissern Sie sich, welche Unterlage Sie benötigen. Es gibt Spezialfolien für die Schall- und Wärmedämmung, gegen aufsteigende Feuchtigkeit und für den Einsatz über Fußbodenheizungen.

Nun vermessen Sie den Raum und schneiden die Paneele zu. Wir verraten in folgendem Artikel, wie Sie Laminat schneiden.

Schritt 2 – Verlegen des ersten Paneels

Laminat Paneels verlegen

Beginnen Sie die Verlegung in einer Raumecke mit der Feder zur Wand – die Feder ist der schmale, leicht hervorstehende Teil der einzelnen Paneele. Schneiden Sie diese Feder ab, um eine feste Kante zur Wand zu bekommen.

Benutzen Sie Distanzkeile, um eine Dehnungsfuge zur Wand zu erhalten. Die Breite der Dehnungsfuge wird vom Hersteller vorgegeben. Diese können Sie in der Verlegeanleitung finden.

Schritt 3 – Verlegen der Laminatreihen

Laminatreihen verlegen

Die Elemente sollten Sie in einem Versatz von mindestens 40 cm verlegen. Lassen Sie die Paneele immer exakt einrasten und passen Sie die Endstücke, wie auf den Einlegern der Verpackung beschrieben, an. Arbeiten Sie sich exakt so von der ersten Reihe bis zur letzten vor.

Schritt 4 – Zuschneiden der letzten Reihe

Laminatboden zuschneiden

[A] Um die richtige Breite zur Wand zu ermitteln, legen Sie ein Element exakt auf die vorletzte Reihe und zeichnen Sie den Abstand zur Wand mit dem Bleistift auf dieses Element, [B] indem Sie ein anderes Paneel oder Paneelstück an die Wand anlegen. Berücksichtigen Sie dabei die vom Hersteller angegeben Dehnfuge. Dies funktioniert auch bei schrägen Wänden. So können Sie auch Wandschrägen leicht übertragen.

Schritt 5 – Anbringen der Fußleisten

Laminat Fußleisten anbringen

Vor dem Anbringen der Fußleisten entfernen Sie die Distanzkeile. So können sich die Paneele witterungsabhängig dehnen. Deshalb werden die Fußleisten immer an der Wand und nie am Boden befestigt.

Schritt 6 – Laminat reinigenLaminat reinigen

Das Laminat sollten Sie nach dem Verlegen gründlich reinigen: Zunächst sollten Sie die Sägespäne, Staub etc. entfernen und anschließend den Boden nebelfeucht wischen. Regelmäßiges Laminat reinigen und pflegen trägt dazu bei, dass Sie lange Freude an Ihrem Laminatboden haben.

Weitere Tipps und Tricks zum Laminat verlegen

Laminat an Türen verlegen

Holztürzargen können Sie kürzen und das Paneel darunter verlegen. Die Stahlzargen sollten Sie hingegen bitte nicht kürzen, sondern das Laminat mit entsprechender Dehnungsfuge um die Zarge herum legen. Die Dehnungsfuge sollten Sie mit Dichtstoff (Silikon) auffüllen.

Zu beachten in großen Räumen:Laminat verlegen in großen Räume

Zusätzlich zu den Dehnungsfugen an den Rändern ist beim Überschreiten der Gesamtfläche des Laminats (max. ca. 8 x 12 m) eine zusätzliche Dehnungsfuge einzuplanen. Ansonsten kann sich die Laminatfläche bei Temperaturschwankungen nicht ausreichend ausdehnen. So kann es zu ungewollten Aufwölbungen kommen.

Mein Laminat schlägt Wellen – was tun?

Wenn sich das Laminat wölbt, ist meist davon auszugehen, dass der Boden an einer oder mehreren Stellen im Raum bei Temperatur-Schwankungen nicht genügend Platz zum Ausdehnen hat. Hier wurden die Dehnungs­fugen nicht eingehalten.

Um hier die Fehler zu beseitigen bitte folgendermaßen vorgehen:

  1. Alle Sockelleisten (auch entsprechende Übergangsschienen) entfernen und prüfen, ob überall eine Dehnungsfuge erkennbar ist.
  2. Alle Heizungsrohre überprüfen. Auch hier braucht das Laminat Platz zum Ausdehnen.
  3. NIEMALS Bauteile (z. B. Füße für Heizkörper) direkt auf dem Laminat mit dem Estrich verschrauben
  4. An den Stellen, an denen sich das Laminat nicht ausdehnen kann, sollten Sie nachträglich eine Dehnungsfuge von 8-12 mm einfügen. Ist das Laminat an allen Stellen „befreit“ legt es sich in der Regel nach 1-2 Tagen wieder.

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  • Jens

    24. September 2018 um 11:33

    Hello!

    Vielen Dank für diese tolle Anleitung.

    Nachdem bei uns das Laminat verlegen nächstes Wochenende auf dem Plan steht, werde ich mich an dieser orientieren.

    Hoffe, dass es auch so gut klappt wie es hier beschrieben wird.

  • Lita

    17. Dezember 2018 um 12:14

    Danke für diesen tollen Blog. Hat mir sehr geholfen.

  • Angela Benthien

    17. Januar 2019 um 15:12

    Vielen Dank für die Ausführungen – diese sind anschaulich dargestellt und gut formuliert.
    Ein Thema vermisse ich: Bodenbelüftungen….wie verfährt man hier?

    1. tedox Redaktionsteam

      21. Januar 2019 um 16:16

      Hallo Angela,

      was genau meinst du bei der Frage bezüglich der Bodenbelüftung? Worauf da beim Verlegen von Laminat geachtet werden muss?

      Dein tedox-Team.

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